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Schmerz


Schmerz, weiche von mir, ich kann dich nicht mehr ertragen, du zerreisst meine Seele, ich stürze in die Abgründe, kann mich nicht mehr halten, schreie das Warum in die Welt, gleichwohl wissend, dass ich keine Antwort erwarten kann, was mich nur noch mehr gen Wahnsinn treibt. Wie ein riesiges Heer von quälenden Geistern bist du, ich fühle mich so schutzlos ausgeliefert. Nichts ist, an das ich mich klammern könnte im Fall, nur kalte, verletzte Einsamkeit und die Bitterkeit beißender Trauer, die meinen Sturz in die Tiefen der Ungewissheit nur beschleunigen. Ich kann nicht mehr, habe keine Kraft, noch nicht einmal Vertrauen, ich könnte je wieder welche haben. Verbrannt, verglüht, zu Asche geworden bin ich, Phoenix, deine Kräfte spüre ich nicht, warum sollten sie mir auch zuteil werden, habe ich nicht durch dich, Schmerz, einen Wink bekommen, dies sei das Ende. Kein Wort kann den Schrecken deiner Gegenwart beschreiben, Wiederwärtigkeit, verzehrendes Feuer, erbarmungslose, erdrückende Macht! Mein Leid ist so groß, im Sturm des Schmerzes stirbt die Hoffnung, jemals wieder könnte jemand das Schreien meiner Stimme vernehmen. Schmerz, mir bist du zu laut, du Gespenst, du Dämon. Ich halte mir Augen und Ohren zu, in der Hoffnung, ich könne vor dir fliehen, und doch dringst du in mich du brauchst meine Sinne nicht, du schleichst dich direkt in meine Seele, pflanzt deinen hässlichen Samen in sie, der aufkeimt und mich von innen wie ein Geschwür erfasst und mich krampfen lässt, ich muss mich übergeben! Deine Aura ist so verletzend, ist wie ein Skalpell mit tausend Klingen welches führerlos in meinem Inneren sein Unwesen treibt, mich verletzt und mich im Inneren verbluten läßt. Schmerz, weiche,verschwinde, hau ab, laß mich in Ruhe. Ich muss dir an die Wurzel, dir deine Lebensader durchtrennen, dass du mögest ausbluten und verdorren, aber ich weiß, du kommst wieder! Ich bin nicht vor dir gefeit, dann erst recht nicht, wenn ich denke, du seiest weit und könnest mich nicht bedrohen. Und doch kommst du, bist auch treu auf deine Art, Geselle, du verlässliche Regelmäßigkeit meines Lebens. Da ich dies zu ändern nicht in der Lage zu sein scheine, zwingst du mich, Despot, mich an dich zu gewöhnen, auch, wenn ich das nicht mehr aushalte, nicht begreife, warum du mir immer wieder begegnest, du mich erniedrigen möchtest. Ich halte das nicht mehr aus. Oh letztes Fünklein Kraft in mir, fühle und denke! Warum spreche ich dich an, Schmerz, vertreiben kann ich dich nicht, habe weder die Weisheit noch die Kraft. Ich werde mit dem Fünklein mich von dir abzuwenden versuchen. Auch du kannst nur instrumentalisiert sein, bist doch auch läuterndes Feuer, Flamme der Gewalt, die mich das Überflüssige des Lebens, jenes Überflüssige, was mein reines Dasein zugedeckelt, es mit dröhnender Profilierungssucht verkrustet hat mit dem Schlamm, der aus den negativen Kräften besteht, die entstehen, wenn die Anforderungen des Lebens zu hoch sind und mein sensibles Inneres nach Hilfe schreit und doch von Niemandem gehört wird. Dasjenige vernichtest du im Grunde. Es bleibt nur mein wahres Ich mit wahren Gefühlen. Wahrhaftigkeit! Nennst du dich nicht so, angelischer, feuriger Geist, du Engel mit dem Schwert des Schmerzes in der Hand, jener schrecklichen Waffe, die mich an den Rand des Wahnsinns getrieben hat, immer und immer wieder hat sie das getan. Doch wie dick scheint mein dunkler Panzer, bestehend aus jenem verkrusteten Schlamm, wie blind und verhärtet meine Sinne, die doch eigentlich ebnen sollten meinen Weg zur Erkenntnis, immer tiefer mußtest du das Schwert in mich bohren, weil ich noch nicht verstanden hatte und nochmals und nochmals, die Schreie meiner Pein ignorierend, solang, bis du jenen Kern in den Tiefen meiner selbst erreichst, jenen Kern, der sich wahres Wesen meiner selbst, reine Seele, unbefleckter Urgrund meines Seins, Reinheit des wahren Charakters, warmer Strom reiner Liebe nennt, dessen Lichtenergie sich mit deinem Schwert vereinigt, so dass es zu einer Ganzheit werde, aus der Erkenntnis und Liebe fließen kann. Oh himmlische Vereinigung, göttliche Berührung, Segen der nie Schlafenden, Einbringung des Samens des Lichtes, so singe ich ein Oratorium des Erflehens mit dem tausendfachen Chor des Heeres meiner Gefühle und dem Ozean meiner Hoffnung nach Beständigkeit jener Vereinigung, nach ewiger Bewußtheit diesen Hauch zu allen Zeiten zu spüren, als ewigen und beständigen Begleiter auf Erden: geh nicht wieder, weiche nicht, bleibe bei mir, so dass diese Vereinigung von solch unermesslicher Stärke sein, dass diese Quelle der Erkenntnis und deren Bewußtheit nie versiegen und mich mit beständiger Kraft durchströmen möge!!!

Meine ganze Hoffnung und Zuversicht ruht in diesem Bilde.


Amen .: .: .:



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